Deutsches Kompetenzzentrum für Robotik (DRK) heute in Tuzla eröffnet

22.03.17

Roboter schneidet symbolisch das Band durch

In Tuzla wurde heute das Deutsche Kompetenzzentrum für Robotik (DRK) feierlich eröffnet. Das Zentrum ist ein Projekt der Masterwerk GmbH aus München, Projektpartner ist das bosnisch-herzegowinische Unternehmen MBT BH d.o.o.

Das Zentrum eröffnete die deutsche Botschafterin in Bosnien und Herzegowina, Christiane Hohmann, gemeinsam mit dem Gründer und Geschäftsführer des Zentrums, Muamer Babajić, sowie dem Kantonspremier Bego Gutić und dem Bürgermeister von Tuzla, Jasmin Imamović.

Im Rahmen der Eröffnung fand eine Podiumsdiskussion zum Thema "Brain Drain" statt, an der auch der stv. Delegierte der Deutschen Wirtschaft in BuH, Martin Gaber, teilnahm. Gaber sagte dazu, dass es verständlich sei, dass Menschen für sich und ihre Familien eine Perspektive schaffen möchten und dies im Ausland versuchen, jedoch warnte er dass Bosnien und Herzegowina in ein paar Jahren vor massiven Problemen stehen deswegen würde. "Unter dem Strich kann der Abwanderung nur entgegengesteuert werden, wenn zum einen die Unternehmen ihre positive Entwicklung weiter fortsetzen – und das tun sie – und die Politik anfängt zu begreifen, dass zwischen ihrer Rhetorik und den wirtschaftlichen Konsequenzen ein Zusammenhang besteht", unterstrich Gaber. Darüber hinaus betonte er die Wichtigkeit einer Reform des Bildungssystems, so dass Menschen in Berufen ausgebildet werden, welche die Wirtschaft benötigt und so eine Perspektive erhalten.

Projekte wie das Robotik-Zentrum in Tuzla seien dabei Mosaiksteine, die in die richtige Richtung gehen, so Gaber.

Im Rahmen des Zentrums werden lokale Robotik-Trainer ausgebildet und Pilot-Ausbildungskurse für Studenten und Facharbeiter der Metallindustrie umgesetzt. Lokaler Kooperationspartner für die Curriculum-Entwicklung ist die Universität Tuzla. Das Zentrum wird ebenfalls anschließend Beratungsdienstleistungen für die Modernisierung der lokalen Industrie anbieten.

Bei diesem Projekt handelt es sich um ein develoPPP.de-Projekt, gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und durchgeführt über sequa GmbH.