Deutsches Engagement in Bosnien und Herzegowina auf der Wirtschaftsmesse in Tešanj vorgestellt

22.05.17

„Deutschland ist der wichtigste Handelspartner von Bosnien und Herzegowina. Gerade Tešanj und seine Nachbargemeinden haben gezeigt, wie man als „Business Excellence Area“ hervorragend von dieser wirtschaftlichen Partnerschaft profitieren kann“, sagte die deutsche Botschafterin, Christiane Hohmann, am 18. Mai 2017 in Tešanj. Dort eröffnete sie gemeinsam mit dem Premierminister von Bosnien und Herzegowina, Denis Zvizdić, und dem Präsidenten des Wirtschaftsvereins „Biznis Centar“ Jelah-Tešanj, Edin Jabandžić, formell die 13. Wirtschaftsmesse – und fuhr fort: „Ihr Standortmarketing ist vorbildlich und hat zu erheblichen Auslandsinvestitionen geführt – und ich freue mich, dass Deutschland sie dabei unterstützten konnte.“

Tešanj Modell für Bosnien und Herzegowina

„Tešanj steht modellhaft für ein Bosnien und Herzegowina, wie wir es in der Europäischen Union sehen wollen: So hat sich Tešanj mit seinen Nachbarn Teslić und Žepče nicht nur versöhnt, sondern hat sich mit ihnen zusammengetan, um gemeinsam mehr zu erreichen als dies allein möglich gewesen wäre. Und zwar mit großem, weit über BiH hinausgehenden Erfolg. Ich finde, dass dieser Erfolg viel mehr Aufmerksamkeit in BiH verdient. Denn er zeigt, dass man sehr gut mit der Vergangenheit leben kann, wenn man bereit ist, Gemeinsamkeiten zu betonen und Kompromisse einzugehen“, unterstrich die Botschafterin.

Bundesrepublik Deutschland war offizieller Partner

Die Bundesrepublik Deutschland war der offizielle Partner der 13. Messe in Tešanj, die jedes Jahr viele einheimische und internationale Unternehmer zusammenbringt und eines der wichtigsten wirtschaftlichen Ereignisse im Land ist. Gleichzeitig konnte, im Rahmen dieser Messe, Deutschland sein Engagement in Bosnien und Herzegowina, in seiner ganzen Vielfalt vorstellen.

An einem gemeinsamen Stand präsentrierten viele deutsche Institutionen, Unternehmen, Stiftungen und Organisationen ihre Tätigkeiten unter dem Namen „Deutschland für Bosnien und Herzegowina“. Die Veranstaltung wurde koordiniert von der Delegation der deutschen Wirtschaft in Bosnien und Herzegowina (AHK) mit Unterstützung der Deutschen Botschaft. Neben der Deutschen Botschaft und der AHK waren auch folgende Organisationen nach Tešanj gekommen: Konrad Adenauer Stiftung, Friedrich Ebert Stiftung, Heinrich Böll Stiftung, Goethe Institut, DAAD, GIZ, Deutsche Zentrale für Tourismus, Wirtschaftsverein BiH, sowie deutsche Unternehmen ProCredit Bank, Mann+Hummel, Alba und Meggle.

Im Laufe des ersten offiziellen Rundgangs der Messe, eröffnete die deutsche Botschafterin gemeinsam mit dem Premierminister Zvizdić und dem Delegierten der Deutschen Wirtschaft in Bosnien und Herzegowina, Gunther Neubert, den über 140 m2 großen deutschen Stand.

Konnektivität ist entscheidend

Anschließend nahm die Botschafterin Hohmann auch teil an einer Paneldiskussion zum Thema: „Regionale Zusammenarbeit als Vorreiter des EU-Beitritts“. Bei dieser Gelegenheit betonte sie die Wichtigkeit der vorstehenden Westbalkankonferenz in Triest: „Der Berlin-Prozess ist von der EU z.B. im Rahmen ihrer Konnektivitätsagenda positiv aufgenommen und verstärkt worden. Bei der nunmehr vierten Westbalkankonferenz in Triest muss aber nun mehr Konkretes als bisher geliefert werden. Der Spatenstich für die Grenzbrücke in Svilaj, den EU-Kommissar Hahn kürzlich vornahm, ist ein gutes Beispiel – aber ein viel zu seltenes. Die Menschen müssen tatsächlich fühlen, dass einerseits die Region wieder zusammenwächst, andererseits aber auch, dass sie durch Brücken und bessere Infrastruktur enger mit der EU verbunden werden.“